Ein thematischer Schwerpunkt lag auf den Ergebnissen der, durch das Bundesforschungsministerium und Bundesministerium des Inneren geförderten Studie „Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland (InRa-Studie)“. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der InRa-Studie, Dr. Jörg Hartmann, führte in die Thematik ein und fasste die wesentlichen Elemente und Erkenntnisse, insbesondere des Teilbereichs „Beschäftigtenbefragung in Behörden des öffentlichen Diensts“ zusammen und diskutierte diese mit den Bürger- und Polizeibeauftragten. Die Beauftragten betonten übereinstimmend, dass die Förderung einer konstruktiven Fehlerkultur und die Etablierung diversitätsorientierter Strukturen wesentliche Voraussetzungen für eine bürgernahe Verwaltung und eine bürgerorientierte Polizei sind. Der Gesetzgeber, die Behördenleitungen sowie die polizeilichen Führungskräfte seien daher gefordert, diese Entwicklungen nachhaltig weiterzuverfolgen.
Am nächsten Tag war Prof. Dr. mult. Mario Staller (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen) Gast bei der Tagung und referierte zu Fragen zum Umgang der Polizei mit Menschen in psychischen angespannten Situationen. Im anschließenden Austausch standen Fragen der polizeilichen Aus- und Fortbildung im Mittelpunkt. Anlass hierfür waren die Forschungsschwerpunkte von Prof. Staller, die psychologische, pädagogische und soziale Aspekte des polizeilichen Einsatzhandelns, des individuellen Gewalt- und Konfliktverhaltens sowie die Gestaltung entsprechender Aus-, Fortbildungs- und Trainingsstrukturen umfassen.
Beate Böhlen, Bürgerbeauftragte des Landes Baden-Württemberg und derzeit Vorsitzende der Konferenz der parlamentarisch gewählten Bürger- und Polizeibeauftragten, betont: Die Konferenz bietet die Möglichkeit zum wichtigen Austausch unter den Bürger- und Polizeibeauftragten und stärkt die gemeinsame Aufgabe als parlamentarisch gewählte und weisungsunabhängige Ombudsstellen.
